Geschichte

 Das Holz der Gutswälder wurde früher überwiegend als Feuerholz für die Glasöfen und als Bauholz für die Gebäude genutzt. Aus Buchenholz wurde auch die Pottasche, ein Glasrohstoff, gewonnen. Auch heute noch werden aus eigener Buche die Formen für die Glasmanufaktur hergestellt. Die Wälder lieferten zudem den Quarz, der zu feinem Sand gerieben neben Kalk, Soda und Pottasche ein Hauptrohstoff der Glasschmelze ist. Die Bergbäche trieben die Wasserräder der Sägewerke, die Stampfer der Quarzpocher und die Transmissionen der Glasschleifereien an.

 

Im Jahre 1785 erhielt das Glashüttengut die Hofmarkeigenschaft und wurde somit der Grundhoheit des Kurfürsten und der Probstei Rinchnach entzogen und damit zum freien Eigentum der Familie. 

Freiherr von Poschinger
Wappenbrief 1547

Die Freiherrn von Poschinger gehören zu den ältesten Familien in Bayern. Bereits 1140 wird der erste Poschinger urkundlich erwähnt. 1547 verleiht Herzog Albrecht V. den Poschingern ein Familienwappen, das bis heute geführt wird.

 

Indem Joachim Poschinger das Glashüttengut Zadlershütte bei Frauenau am 10. Juli 1568 erwirbt, beginnt die mittlerweile über 450-jährige Geschichte der Poschinger als Glashütten- und Gutsherren im Bayerischen Wald. Die Glashütte in Frauenau und das zugehörige Gut Oberfrauenau werden 1605 gekauft. Im Laufe der Jahrhunderte betreibt die Familie Glashütten in Frauenau, Spiegelhütte, Buchenau, Oberzwieselau und Theresienthal. Nur die Hütte in Frauenau bleibt als einzige ihrer Art bestehen. Sie ist die älteste Deutschlands mit der längsten Familientradition der Welt.​

Die Besitzverhältnisse gegen Ende des 18. Jahrhunderts sind aus der großen „Stüber'schen Karte“ ersichtlich. Diese Karte von 1773 ist die erste brauchbare Waldkarte, welche den „geometrischen Grundriß“, also die kartenmäßige Beschreibung der Erbgerechtigkeit Frauenau dargestellt.

Kaufbrief, 1605

Glashüttengut von Poschinger

Wappenbrief, 1547

Stüber'sche Karte, 1773​

Freiherr von Poschinger Gutsverwaltung Frauenau

Freiherr von Poschinger

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